Koordination:

05 A Altenselbsthilfe
Koordination:
Die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung stellt einen der wichtigsten Effekte des demographischen Wandels dar. Alter bedeutet nicht zwangsläufig Krankheit, aber die Wahrscheinlichkeit, an chronischen Krankheiten zu leiden, nimmt mit den Lebensjahren kontinuierlich zu. Dies hat zur Folge, dass es eine deutlich ansteigende Zahl von Menschen mit Hilfebedarf geben wird, bei einer gleichzeitig abnehmenden Anzahl Menschen in jüngeren Jahren, die Hilfeleistungen übernehmen könnten. Das Ausmaß der notwendigen Unterstützung lässt sich schwer quantifizieren, da es nur im individuellen Kontext der hilfebedürftigen Person interpretiert werden kann.
Eine lange Zeit unterschätzte Ressource bildet die Altenselbsthilfe.
Der Effekt, dass in unserer Gesellschaft es einen immer höheren Anteil älterer Menschen gibt, führt also nicht nur zu Problemen, sondern kann einen wesentlichen Beitrag zur Lösung leisten.
Viele ältere Menschen verfügen über freie Zeit, sind körperlich rüstig und gerne bereit, anderen Menschen zu helfen. Als schwierige Hürde erweist sich allerdings die Organisation der möglichen Aktivitäten. Eine ganze Reihe von Fragen ist bislang ungeklärt:
- Wie können Menschen für die Altenselbsthilfe motiviert werden?
- Woher kommt die Information über hilfebedürftige Menschen?
- Wie kann die Altenselbsthilfe koordiniert werden?
- Wie gelingt die Abgrenzung von professionellen Helfern?
- Altenselbsthilfe bedeutet immer Ehrenamt. Aber wie können die Auslagen erstattet werden?
Wir sollten die Möglichkeit, älter zu werden als die letzte Generation und dies nicht selten bei guter Gesundheit, als Chance begreifen. Die Begleitumstände müssen organisiert werden, und dazu kann die Altenselbsthilfe sicher einen wesentlichen Beitrag leisten.
Aktuelle Projekte des Segment 05 A Altenselbsthilfe:
Aufbau einer Gruppe von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen
Einsamkeit stellt eine große Belastung für Lebensqualität dar. Dies gilt für alle Altersgruppen, besonders aber für älteren Menschen.
Wir streben an, ein Stab von ehrenamtlichen Besucherinnen (das sind meistens aber nicht ausschließlich Frauen) aufzubauen, die durch Besuche die Einsamkeit bei Mitbewohnern überwinden können.
Wir alle sollten im Rahmen unserer nachbarschaftlichen Verantwortung Sensibilität für einsame Menschen unserer Umgebung entwickeln. Wer Einsamkeit in seiner Umgebung oder Nachbarschaft erkennt, sollte das Team des ehrenamtlichen Besuchsdienstes informieren.
Die Betroffenen können dann, wenn Sie es wünschen, von unserem ehrenamtlichen Besuchsdienst profitieren.
Unsere Kollegen vom Sozialwerk Berlin haben dankenswerterweise angeboten, Schulungen für diese wichtige Aufgabe durchzuführen.
Öffnung von Begegnungsstätten
Es ist geplant, möglichst an jedem Tag der Woche in einem Ortsteil ein Begegnungszentrum stundenweise als sozialer Treffpunkt zu öffnen.
Bei Kaffee und Kuchen, die für einen geringen Betrag vorgehalten werden, können sich Menschen begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.
Strukturierte Aktivitäten
Im Bereich strukturierte Aktivitäten, die zum Teil schon jetzt existieren, ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Das jetzige Angebot umfasst beispielsweise in einzelnen Ortsteilen
- Damenrunde
- Herrenrunde
- Spiele- Runde
- Englisch-Gesprächsgruppe
- Computer für Senioren
- Exkursionen
