Koordination:

01 M Medizin
Koordination:
Für ein Gesundheitsnetzwerk ist eine gute medizinische Versorgung unverzichtbar. Die gegenwärtige Situation zeigt einige Schwächen auf, insbesondere im Bereich hausärztliche Versorgung und ambulanter kindermedizinischer Kompetenz. Durch eine Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Institutionen, insbesondere der Landesärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, soll eine Verbesserung auf diesem Gebiet initiiert werden.
Der zahnmedizinische Bereich leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Er scheint nach den zurzeit vorliegenden Informationen gesichert zu sein. Ergänzt werden müsste das Angebot um einen mobilen zahnärztlichen Dienst, wie er beispielsweise in der Uckermark etabliert ist.
Für die klinische Versorgung sind in der Nähe der Gemeinde Oberkrämer zwei Kliniken zuständig, nämlich in Hennigsdorf und Oranienburg. Eine gute Kommunikation mit diesen Kliniken ist deshalb erforderlich.
Die große Bedeutung der Apotheken für die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten ist evident. Daher leisten auch sie einen wichtigen Beitrag für das Gesamtsystem. Insbesondere die Frage, wie auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, insbesondere der Mobilität und der Kondition, ohne Verzögerung zu ihren Medikamenten kommen, muss Beachtung finden.
Innerhalb dieses Segmentes ergeben sich unter anderem folgende Aufgaben:
1.) ambulante medizinische Versorgung, insbesondere
- hausärztliche Versorgung (Allgemeinmedizin / Innere Medizin)
- Kindermedizin
2.) stationäre medizinische Versorgung, insbesondere
- Geriatrie
3.) zahnärztliche Versorgung
4.) Versorgung mit Arzneimitteln
Aktuelle Projekte des Segment 01 M Medizin:
Projekt Hitzeschutz
Die globale Erwärmung führt zunehmend öfter zu Hitzeperioden.
Diese belasten alle Menschen und sind insbesondere für ganz junge und ganz alte Mitbewohner im Extremfall lebensbedrohend.
Das Projekt Hitzeschutz umfasst im gegenwärtigen Planungsstadium folgende angestrebte Maßnahmen:
1.)Informationsblätter für die Bevölkerung
2.) Öffnung von Gebäuden mit einem kühleren Klima, zum Beispiel
- Kirchen
- Supermärkte mit Klimaanlagen
3.) Aufstellung von Trinkbrunnen zur Wasserversorgung
4.) Aufstellung von Bänken im Schatten (in Kooperation mit Segment 6)
Projekt Impfschutz
Impfungen können schweren Krankheiten vorbeugen, den Betroffenen großes Leiden ersparen und sie bei bestimmten Krankheiten vor tödlichen Komplikationen schützen.
Unsere Information zum Thema beruhen auf den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die in Deutschland von der ständigen Kommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes (RKI) publiziert werden. Folgende konkrete Maßnahmen sind geplant:
- Informationsblätter zu den einzelnen Impfungen, orientiert an dem jeweils vorliegenden Lebensalter.
- Individuelle Informationsmöglichkeiten über unser Gesundheit-Information-Telefon (GITO).
- Informationen zu konkreten Ansprechpartnern (Ärzte, Apotheken), die Impf-Termine anbieten.
Die Informationen sollen jährlich aktualisiert den Mitbewohnern über geeignete Verbreitungswege (Merkblätter, Homepage des Gesundheitsnetzwerkes) zur Verfügung gestellt werden.
Projekt 1.-Hilfe-Schulung
Gesundheitsversorgung bedeutet auch eine möglichst umfassende Hilfe in akuten Situationen. Möglichst viele Mitbewohner der Gemeinde sollten deshalb 1.-Hilfe-Kenntnisse erwerben bzw. auffrischen. Es wird deshalb angestrebt, in regelmäßigen Abständen erste Hilfe Kurse anzubieten, beispielsweise auch in Schulen und Sportvereinen. Im Extremfall können so Leben gerettet werden.
Defibrillatoren
Defibrillatoren können Leben retten. Es wird deshalb angestrebt, in jedem der 7 Ortsteile mindestens einen Defibrillator zu stationieren. Zusammen mit dann in Erster Hilfe ausgebildeten Mitbewohnern kann die Notfallversorgung in unserer Gemeinde wesentlich verbessert werden.
Blutspendetermine
Blutkonserven sind in der medizinischen Versorgung, insbesondere bei Notfällen, unverzichtbar. Immer wieder gibt es Engpässe, insbesondere bei seltenen Blutgruppen. Hier kann unser solidarisches System, das auch in der Lage ist, Termine für Blutspenden zu koordinieren, wertvolle Hilfe leisten.
Verbesserte Vernetzung mit anderen Gesundheitsdienstleistern
Die Versorgung von Patienten sollte insbesondere bei komplexeren Fällen als Teamprozess verstanden werden, der außer Ärzten auch Apotheken, Pflegedienste, Therapeuten und Anbieter von Präventionsleistungen (beispielsweise Bewegungstraining, Fitness-Kurse und spezielle Sportveranstaltungen) umfasst.
Die gute Erreichbarkeit und die Kommunikation miteinander bei der Versorgung einzelner Patienten sollen auf ein neues Niveau gehoben werden.
